Susanne Puntke

Heilpraktikerin

Amygdalin - B 17

Amygdalin/ B 17

" Vitamin B 17 " ist, im Gegensatz zu anderen " B-Vitaminen ", kein echtes Vitamin, sondern es ist ein Molekül aus der Gruppe der zyanogenen Glycoside oder Nitrile. Amygdalin ist ein anderer  Name ( von lateinisch " Mandel") , weil die Substanz in hoher Konzentration in Bittermandeln vorkommt.

Bereits 1824 veröffentlichte der deutsche Chemiker Justus von Liebig eine Artikel, in dem er die chemischen Eigenschaften von Amygdalin aufzeigte. Er hatte festgestellt, dass Amygdalin Benzaldehyd enthält und in vitro gegen Krebszellen wirkt. Seit über 100 Jahren wird Amygdalin in sämtlichen Lehrbüchern der Pharmakologie als ungiftig beschrieben. In den fast zwei Jahrhunderten ( seit 1834 ) gab es keinen damit verbundenen Erkrankungs-oder Todesfall. In seiner reinen Form ist Amygdalin / B17 völlig ungefährlich. Aspirin ist 20 x giftiger als Amygdalin.

Was ist Amygdalin nun genau? Schauen wir die biochemische Wirkung an: Amygdalin ist eine relativ stabile Zyanverbindung, die sich im lebenden Organismus neutral verhält, keinerlei Wirkung auf lebendes Gewebe zeigt.
Um eine gewisse Wirkung entfalten zu können, muss der Zuckeranteil des Moleküls ( Amygdalin wird von zwei Zuckermolekülen stabil gehalten) durch ein bestimmtes spezifisches Enzym abgespalten werden. Dieses Enzym heisst Beta-Glukosidase. Bei der Abspaltung der Zuckermoleküle werden Zyanid und Benzaldehyd frei.
Beide Substanzen sind hochtoxisch. Das Spaltenzym Beta-Glukosidase kommt aber nirgendwo im Körper in nennenswerter Menge vor, außer in Krebszellen, wo es immer in großen Mengen vorhanden ist.
So wird " B17 " direkt an der Krebszelle gespalten und wirkt deshalb auch nur auf die Krebszelle toxisch. Dazu kommt noch ein weiterer Umstand den die Natur sinnigerweise eingerichtet hat: Das Vorhandensein eines weiteren Enzyms namens Rhodanase, das die Fähigkeit hat Blausäure zu neutralisieren.
Das Schutzenzym Rhodanase kommt in großen Mengen überall im Körper vor, außer in Krebszellen. Wenn nun Benzaldehyd von Krebszellen wegdiffundiert wird und in Kontakt mit gesunden Zellen kommt, wird es dort in ungefährliche, nützliche Benzoesäure umgewandelt.
Benzoesäure hat antirheumatische, antiseptische und schmerzlindernde Eigenschaften ( das erklärt teilweise die schmerzlindernde " Nebenwirkung " von B 17 bei Tumorschmerz). Das in der sauerstoffarmen Umgebung der Krebszellen verbleibende Bezaldehyd kann im Gegensatz dazu mit der freien Blausäure die tödliche Wirkung auf Krebszellen ausüben.

Bei intravenöser Gabe von hochreinem Amygdalin, ist keine für den Körper toxische Wirkung bekannt. Die orale Einnahme von Tabletten, oder Aprikosenkernen, hat über den Magen-Darmtrakt eine andere Wirkung und wird von mir nicht empfohlen.

Es muss ein bestimmter Spiegel im Körper vorhanden sein, den man nur mit Infusionen erreichen kann.

Ich möchte noch davor warnen, sich von Halb- u. Unwissenden im Internet oder in seiner Umgebung in die Irre führen zu lassen. Ebenso vor vorsätzlicher Täuschung von Personen oder Behörden.
Amygdalin ist in Deutschland ein Arzneimittel, welches als bedenklich eingestuft ist, was aber nicht illegal ist.

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