Susanne Puntke

Heilpraktikerin

DCA (Dichloracetat)

DCA ( Dichloracetat)

DCA wird seit vielen Jahren bei Kindern mit angeborener Lactatazidose eingesetzt, da es die Milchsäurebildung in den Zellen hemmt. Da in Tumorzellen oft der Vorgang der anaeroben Glycolyse abläuft, die Zelle also in den Zustand der Vergärung zurück fällt und ihre Energie nicht mehr über Sauerstoff erhält, werden Lactate produziert, die Krebszellen schützen und die Mitochondrien ( Kraftwerke der Zellen) abschalten.
DCA kann die unerwünschte Energieproduktion, die durch Gärung entsteht, blockieren, indem es in den Pyruvatstoffwechsel der Zelle eingreift. Wie bei allen Stoffwechselvorgängen spielen Enzyme eine wichtige Rolle.

In diesem Fall Pyruvatdehydrogenase und Pyruvatdehydrogenase Kinase.
Erstes fördert die Verbrennung, wird aber vom zweiten gehemmt. DCA blockiert nun Pyruvatdehydrogenase Kinase, so dass die Verbrennung in der Krebszelle gefördert wird.

Die Effekte sind:
Der Verbrennungsvorgang aktiviert die Apoptose ( Selbstmordprogramm der Zelle), Die Krebstelle produziert weniger Säure und wird dadurch angreifbarer für die Immunzellen des Körpers und weitere Therapien.
Die Krebszelle kann bei gleichzeitiger Verabreichung von Amygdalin keine Energie gewinnen. Wichtig dabei ist, dass die Substanzen in ausreichender Menge auch tatsächlich in die Zellen gelangen.
Dazu kann zusätzlich DMSO ( Schlepperfunktion) verabreicht werden. DCA ist im Wesentlichen ungefährlich und ungiftig. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich Nervenschädigungen im Laufe der Behandlung einstellen. Diese äußern sich durch Kribbeln oder Taubheit der Füße oder Hände. Diese Störungen sind aber in der Regel reversibel und verschwinden nach Absetzen von DCA.
Es empfiehlt sich aber Nervenschutzfaktoren parallel zu geben wie z.B. alpha-Liponsäure, B-Vitamine oder hochdosierte Omega-3- Fettsäuren.

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